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Dann ging ich in mein Zelt. Es blieb in der Nacht vermutlich trocken. Nichts hatte heute
auf Regen hingedeutet. Übrigens: Die 4 Reflektoren am Zelt decke ich in "unsicheren
Gegenden" ab, z.B. in Deutschland. Hier oben ist das alles überflüssig.

Mein schwedisches Hilleberg-Zelt Nallo 2 (Testsieger) ist für 2 Personen geeignet, ob-
wohl es dann mit Gepäck doch eng wird. Das Zelt ist sturmsicher und winterfest, wiegt
aber nur 2,3 kg. Es ist bis ins Detail gut durchdacht und bestens verarbeitet, hat aber
mit über 600,- Euro seinen Preis.

An diesem Morgen kommt meine vorläufig letzte Etappe mit meinem Boot. Ich pad-
delte immer in Ufernähe. Der Himmel war heute morgen grau, die Sicht nicht gut. Ich
hoffte darauf, daß der Dunst /Nebel am späteren Vormittag nach oben steigen und
sich in der Sonne auflösen würde.

Dann MUSSTE ich quer über den See, bei ca. 7° C Wassertemperatur war das nicht lu-
stig. Ich zog meinen dünnen Neopren-Anzug an, auch wenn ich mich beim Paddeln ka-
putt schwitzen würde. Der Anzug konnte lebensrettend sein. Mein Gepäck war in zwei
wasserdichten Beuteln verstaut, der leere Rucksack nicht. Alles war am Boot festge-
bunden, sollte man immer machen. Das gegenüberliegende Ufer war so wolkenver-
hangen, daß ich das Gebirge nicht sehen konnte.

Doch je näher ich dem anderen Ufer kam, desto mehr konnte ich schemenhaft etwas
vom Gebirge erkennen, bis es dann deutlich zu sehen war, wie hier auf dem Bild. Die
leichten Regenschauer hatten auch aufgehört.

Ich war ans Ufer gegangen und wurde doch glatt von zwei Rentieren begrüßt. Sie wa-
ren halbwild, nah ran konnte ich natürlich nicht. Sie gehörten Samen, hielten sich aber
doch weitab von ihrem "Wirkungskreis" auf. Mein Gepäck lag am Ufer. Ich lies die Luft
von meinem Boot, rollte es zu einem kleinen Paket zusammen, teilte das Paddel in sei-
ne zwei Hälften. Boot und Zubehör versteckte ich dann etwas entfernt vom Ufer, au-
ßerdem einen wasser- und luftdichten Behälter mit "normalen" Nahrungsmitteln und
mit einigen Gepäckstücken, die ich nicht mitnehmen konnte. Ich kramte mein GPS-
Gerät heraus, bestimmte meine Position und speicherte sie als Bootsversteck ab.

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